MWST auf Lebensmittel
MWST auf Lebensmittel ist ein vielschichtiges Thema in der Schweizer Mehrwertsteuer (MWST), bei dem verschiedene Arten von Lebensmitteln und Gastronomieleistungen unterschiedliche Sätze, Ausnahmen und Sonderregeln haben. Dieser Artikel gibt Ihnen einen gründlichen Überblick über:
- Lebensmittel im Detailhandel (Essen und Getränke für den Heimgebrauch)
- Gastronomie und Kantinenverpflegung
- Babynahrung und Spezialprodukte
- Ausnahmen und Befreiungen für bestimmte Waren
1. MWST-Sätze für Lebensmittel
| Kategorie | MWST-Satz | Beispiele |
|---|---|---|
| Lebensmittel (Detailhandel) | 2,6 % | Brot, Milch, Käse, Obst, Gemüse |
| Gastronomie & Kantine | 8,1 % | Restaurant-, Kiosk- und Kantinenessen |
| Babynahrung | 2,6 % | Babybrei im Glas und Pulver |
| Alkoholische Getränke | 8,1 % | Wein, Bier, Spirituosen (auch im Detailhandel) |
2. Definitionen und Beispiele
Lebensmittel umfassen Essen und Getränke, die zu Hause konsumiert werden. Dies sind typischerweise Nahrungsmittel, die im Detailhandel und in Supermärkten verkauft werden und dem reduzierten Satz von 2,6 % unterliegen.
Gastronomie umfasst Dienstleistungen, bei denen das Essen vor Ort oder als Takeaway konsumiert wird, einschliesslich Café, Restaurant, Kantine und Foodtruck. Diese unterliegen dem Normalsatz von 8,1 %.
Babynahrung (Spezialprodukte für Kleinkinder) wird wie Lebensmittel mit dem reduzierten Satz von 2,6 % besteuert, auch wenn sie häufig in Apotheken und Reformhäusern verkauft wird.
Alkoholische Getränke unterliegen immer dem Normalsatz von 8,1 %, unabhängig davon, ob sie im Detailhandel oder in der Gastronomie verkauft werden.
3. Ausnahmen und Befreiungen
Einige Lebensmittel und verwandte Produkte sind von der MWST ausgenommen oder haben einen Sondersatz:
- Medizinische Ernährung für Spitäler und Gesundheitseinrichtungen
- Tierfutter und Spezialdünger
- Nahrungsergänzungsmittel und bestimmte Gesundheitsprodukte
Für eine vollständige Übersicht der von der MWST ausgenommenen Waren und Dienstleistungen siehe Von der MWST ausgenommen .
4. Praktische Tipps
- Kontrollieren Sie den MWST-Satz auf der Lieferantenrechnung (stellen Sie sicher, dass der Satz korrekt ausgewiesen ist).
- Verwenden Sie separate Buchungskonten für verschiedene Lebensmittelkategorien (siehe Konto 2200 Vorsteuer ).
- Bewahren Sie die Dokumentation bei Export auf (Frachtdokumente und Zollquittungen).
- Verfolgen Sie die Vorschriften für Kantinenbetrieb und Gastronomie, da sich diese ändern können.
5. Weiterführende Informationen
Siehe auch unseren Hauptartikel zur Mehrwertsteuer in der Schweiz für eine umfassende Einführung in die MWST-Vorschriften.