Schweizerische Nationalbank (SNB)
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist die Zentralbank der Schweiz und verantwortlich für die Durchführung der Geldpolitik, die Ausgabe des Schweizer Frankens, die Verwaltung der Währungsreserven und die Gewährleistung der finanziellen Stabilität. Die SNB spielt eine zentrale Rolle in der Schweizer Wirtschaft und beeinflusst Zinsen, Inflation und die Rahmenbedingungen für die Buchführung der Unternehmen.
Historische Entwicklung
Die Schweizerische Nationalbank wurde 1907 gegründet, um die Währung zu stabilisieren und ein einheitliches Notenbankwesen zu schaffen. Wichtige Meilensteine:
| Jahr | Meilenstein |
|---|---|
| 1907 | Gründung der Schweizerischen Nationalbank (Bundesgesetz über die SNB) |
| 1936 | Abwertung des Schweizer Frankens im Zuge der Weltwirtschaftskrise |
| 2000 | Neues Nationalbankgesetz (NBG) tritt in Kraft |
| 2011 | Einführung des EUR/CHF-Mindestkurses von CHF 1.20 |
| 2015 | Aufhebung des Mindestkurses und Einführung von Negativzinsen |
Hauptaufgaben
Die primären Aufgaben der SNB umfassen:
- Geldpolitik: Festlegung des SNB-Leitzinses , um die Preisstabilität zu gewährleisten (siehe Was ist Inflation? )
- Währungsreserven: Verwaltung der Devisenreserven und Stabilisierung des Wechselkurses bei Bedarf
- Banknotenausgabe: Ausgabe und Sicherstellung der Zuverlässigkeit des Schweizer Frankens
- Finanzielle Stabilität: Überwachung des Bankensystems und Handhabung von Systemrisiken
| Aufgabe | Beschreibung |
|---|---|
| Preisstabilität | Ziel: Preisstabilität (Inflation unter 2 % jährlich), gesteuert über den Leitzins |
| Währungsreserven | Verwaltung der Devisenreserven, Devisenmarktinterventionen |
| Zahlungssystem | Betrieb des SIC (Swiss Interbank Clearing) |
| Liquiditätshilfe | Kreditfazilitäten für systemrelevante Banken |
Rolle in der Schweizer Wirtschaft und Buchhaltung
Die Entscheidungen der SNB beeinflussen Schlüsselparameter in der Finanzberichterstattung:
- Zinserträge und -aufwendungen: Änderungen des Leitzinses beeinflussen Finanzerträge und Zinsaufwendungen in der Erfolgsrechnung.
- Bilanzierung von Fremdwährungen: Unternehmen mit ausländischen Geschäftsbeziehungen müssen Wechselkurse zum CHF beurteilen, die von der Währungspolitik der SNB beeinflusst werden.
- SARON und andere Referenzzinssätze: Der Leitzins gibt die Richtung für den SARON (Swiss Average Rate Overnight) und andere Marktzinsen vor.
- Zahlungsinfrastruktur: Unternehmen nutzen die von der SNB überwachten Systeme für den Zahlungsverkehr, einschliesslich bei der Bankabstimmung .