Was ist eine Call-Option?

Eine Call-Option (Kaufoption) ist eine Art Optionsvertrag, der dem Inhaber das Recht, aber nicht die Pflicht gibt, den Basiswert zu einem vorab festgelegten Preis (Strike) innerhalb oder am Verfallsdatum zu kaufen. Call-Optionen sind wichtig für das Risikomanagement, Anlagestrategien und die finanzielle Planung von Unternehmen.

Lesen Sie mehr über Optionen allgemein unter Was ist eine Option? und siehe auch Verkaufsoptionen unter Was ist eine Put-Option? .

Illustrasjon av konseptet call-opsjon

Was ist eine Call-Option?

Für mehr zu Optionsverträgen allgemein, siehe Was ist ein Optionsvertrag? .

Eine Call-Option gibt dem Inhaber das Recht, einen Basiswert zu einem vorab festgelegten Ausübungspreis innerhalb einer bestimmten Frist zu kaufen. Der Inhaber profitiert, wenn der Marktpreis des Basiswerts bei Verfall über dem Ausübungspreis liegt.

Grundlegende Elemente einer Call-Option

Eine Call-Option besteht aus mehreren Schlüsselfaktoren:

  • Basiswert — der finanzielle Vermögenswert, der gekauft werden kann.
  • Ausübungspreis (K) — der vereinbarte Preis, zu dem der Inhaber den Basiswert kaufen kann.
  • Verfallsdatum (T) — letzter Tag, an dem die Option ausgeübt werden kann.
  • Optionsprämie — die Kosten für den Erwerb der Call-Option.
  • Volatilität (σ) — erwartete Schwankung des Basiswertpreises.

Payoff-Diagramm einer Call-Option

Ein Payoff-Diagramm zeigt den potenziellen Gewinn oder Verlust bei Verfall der Call-Option:

Payoffdiagram for call-opsjon

Schlüsselfaktoren und ihre Auswirkung

FaktorSymbolAuswirkung auf die Call-Option
AktienkursSPositiv
AusübungspreisKNegativ
RestlaufzeitTPositiv
Risikofreier ZinsrPositiv
VolatilitätσPositiv
DividendeqNegativ

Buchhalterische Behandlung von Call-Optionen

Für grössere Unternehmen, die nach Swiss GAAP FER oder IFRS berichten, erfolgt die Erfassung und Bewertung gemäss den jeweiligen Standards für Finanzinstrumente. Bei der erstmaligen Erfassung werden Call-Optionen zum beizulegenden Zeitwert bewertet, Transaktionskosten werden einbezogen, sofern sie nicht Teil eines Handelsportfolios sind.

Für KMU, die nach dem Obligationenrecht bilanzieren, werden Optionen gemäss OR Art. 960b zum beizulegenden Zeitwert oder zu den Anschaffungskosten bewertet. Der niedrigere Wert ist in der Regel massgebend (Vorsichtsprinzip).

Praktische Beispiele

  1. Spekulation: Ein Investor kauft Call-Optionen, um von einem erwarteten Kursanstieg einer Aktie zu profitieren — mit begrenztem Kapitalrisiko (maximales Risiko ist die Optionsprämie).
  2. Absicherung: Ein Unternehmen, das den Kauf von Rohstoffen plant, nutzt Call-Optionen, um den Preis zu sichern und sich gegen Preiserhöhungen abzusichern.

Zusammenfassung

  • Eine Call-Option gibt das Recht, aber nicht die Pflicht, einen Vermögenswert zu einem vereinbarten Preis zu kaufen.
  • Die buchhalterische Erfassung erfolgt je nach Rechnungslegungsstandard zum beizulegenden Zeitwert.
  • Call-Optionen werden sowohl zur Spekulation als auch zur Absicherung eingesetzt.

Siehe auch