Was ist eine Option?
Eine Option ist ein Vertrag, der dem Inhaber das Recht, aber nicht die Pflicht gibt, einen Basiswert zu einem vorbestimmten Preis innerhalb oder an einem bestimmten Verfallsdatum zu kaufen oder zu verkaufen. Optionen sind ein wichtiges Finanzinstrument in der Schweizer Buchführung und werden für Risikomanagement, Investitionen und Mitarbeiteranreize eingesetzt.
Definition und Grundkonzepte
Eine Option besteht aus mehreren zentralen Elementen:
- Basiswert — der Vermögenswert, auf den sich die Option bezieht.
- Ausübungspreis (Strike Price) — der vereinbarte Preis für Kauf oder Verkauf.
- Verfallsdatum — das Datum, an dem die Option ausläuft.
- Optionsprämie — der Preis für den Erwerb der Option.
- Ausübungsart — europäisch oder amerikanisch, je nachdem wann die Option ausgeübt werden kann.
Arten von Optionen
Es gibt zwei Hauptkategorien:
| Optionsart | Beschreibung |
|---|---|
| Call-Option | Recht, den Basiswert zu kaufen. Siehe Was ist eine Call-Option? |
| Put-Option | Recht, den Basiswert zu verkaufen. Siehe Was ist eine Put-Option? |
Buchhalterische Behandlung
Die buchhalterische Erfassung und Bewertung von Optionen folgt internationalen Standards für Finanzinstrumente, primär IFRS 9 . In der Schweiz gelten für KMU die Bestimmungen des OR Art. 960b für Finanzanlagen mit beobachtbarem Marktpreis.
Bewertung von Optionen
Das am häufigsten verwendete Modell ist Black–Scholes, das von mehreren Schlüsselfaktoren beeinflusst wird:
| Faktor | Symbol | Einfluss auf Call-Option |
|---|---|---|
| Basiswertpreis | S | Positiv |
| Ausübungspreis | K | Negativ |
| Restlaufzeit | T | Positiv |
| Risikofreier Zinssatz | r | Positiv |
| Volatilität | σ | Positiv |
Praktische Beispiele
- Spekulation: Kauf von Call-Optionen, um von einem erwarteten Preisanstieg zu profitieren.
- Absicherung: Einsatz von Put-Optionen zum Schutz gegen Preisrückgänge.
- Mitarbeiterbeteiligung: Zuteilung von Optionen an Schlüsselpersonen in einer AG .