Zins

Zins ist die Kosten für das Ausleihen von Geld oder die Rendite beim Sparen und bildet ein grundlegendes Konzept in der Schweizer Buchführung.

Rente

Was ist Zins?

Zins ist der Prozentsatz, der einem Darlehensbetrag oder einer Einlage über die Zeit hinzugerechnet wird, ausgedrückt als Anteil des Kapitals pro Jahr. In der Buchhaltung werden Zinsen zur Periodenabgrenzung von finanziellen Kosten und Erträgen aus Darlehen und Investitionen verwendet.

Zinsarten

Es gibt mehrere Zinsarten, die in verschiedenen Zusammenhängen in der Buchhaltung verwendet werden:

Formel für einfachen und zusammengesetzten Zins

Die Formel für den einfachen Zins lautet:

$$ I = P \times r \times t $$

Die Formel für den Zinseszins (jährliche Kapitalisierung) lautet:

$$ A = P \times (1 + r)^t $$

Wobei:

SymbolBedeutung
IZinsbetrag
PKapital (Darlehensbetrag oder Einlage)
rZinssatz pro Periode
tAnzahl Perioden (Jahre)
AKumulierter Betrag (einschliesslich Zinsen)

Berechnungsbeispiel

Angenommen, ein Darlehen über CHF 10'000 mit 5 % Jahreszins über 3 Jahre.

ZinsartFormelBetrag
Einfacher Zins10'000 × 0,05 × 3CHF 1'500
Zinseszins10'000 × (1 + 0,05)^3CHF 11'576 (A)
Kumulierter ZinsA − PCHF 1'576

Zins in der Buchhaltung

In der Buchhaltung werden Zinsen als Finanzposten in der Erfolgsrechnung periodengerecht erfasst:

  • Zinsaufwand: Laufende Verbuchung für Darlehen (Kontenrahmen KMU: Konto 6900).
  • Zinsertrag: Ertragsverbuchung für Einlagen und Forderungen (Konto 6950).
  • Periodenabgrenzung: Aufgelaufene Zinsen werden als transitorische Posten verbucht (z. B. Konto 1300/2300).

Für detailliertere Informationen zur Verbuchung von Zinsen, siehe:

Verwandte Konzepte