Was ist der Leitzins?
Leitzins ist der Zinssatz, den die Schweizerische Nationalbank (SNB) festlegt, um die Geldpolitik zu steuern und Preisstabilität in der Schweizer Wirtschaft zu gewährleisten.
Was ist der Leitzins?
Der SNB-Leitzins ist der Zinssatz, den die Nationalbank für die geldpolitische Steuerung verwendet. Er definiert das Zielband für den besicherten Tagesgeldsatz (SARON) und beeinflusst alle anderen Zinssätze in der Wirtschaft.
Warum ist der Leitzins wichtig?
Der Leitzins ist ein zentrales Instrument der Geldpolitik und trägt bei zu:
- Inflationskontrolle: Anpassung der Geldmenge, um die Inflation im Zielbereich zu halten (unter 2 %).
- Stabiles Wirtschaftswachstum: Dämpfung oder Stimulierung der Wirtschaft durch Veränderung der Kreditkosten.
- Wechselkursstabilität: Beeinflussung des CHF-Wechselkurses gegenüber Euro und anderen Währungen.
Wie wird der Leitzins festgelegt?
Der Leitzins wird an den geldpolitischen Lagebeurteilungen des SNB-Direktoriums festgelegt, die vier Mal jährlich stattfinden (März, Juni, September, Dezember). Die Entscheidung basiert auf:
- Makroökonomischen Indikatoren wie Inflation und BIP-Wachstum.
- Wechselkursentwicklung und internationaler Wettbewerbsfähigkeit.
- Finanzstabilität und Liquidität des Bankensystems.
- Globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Historische Entwicklung des SNB-Leitzinses
| Zeitraum | Leitzins (%) |
|---|---|
| Jan 2020 | −0,75 |
| Jan 2021 | −0,75 |
| Jan 2022 | −0,75 |
| Jan 2023 | 1,00 |
| Jan 2024 | 1,75 |
Leitzins in der Buchführung und Finanzwirtschaft
Der Leitzins beeinflusst Schlüsselbereiche in Buchführung und Finanzen:
- Zinserträge und -aufwendungen: Änderungen des Leitzinses beeinflussen Finanzerträge und Zinsaufwendungen.
- Referenzzinssätze: Grundlage für den SARON und andere Geldmarktsätze.
- Kalkulatorischer Zinssatz: Beeinflusst den kalkulatorischen Zinssatz .