Was ist das Matching-Prinzip?

Das Matching-Prinzip ist ein grundlegender Rechnungslegungsgrundsatz, der verlangt, dass Aufwendungen, die direkt mit den Erträgen zusammenhängen, in derselben Periode verbucht werden. Dies liefert ein möglichst korrektes Bild der Rentabilität und der finanziellen Lage des Unternehmens.

Mehr darüber, wie Erträge und Aufwendungen über Perioden verteilt werden, finden Sie unter Was ist Periodenabgrenzung? Grundsätze und praktische Beispiele . Für eine Übersicht über grundlegende Rechnungslegungsgrundsätze siehe Swiss GAAP FER — Grundsätze und Methoden .

Übersicht über das Matching-Prinzip

Was ist das Matching-Prinzip?

Das Matching-Prinzip, auch als Zuordnungsprinzip bekannt, befasst sich mit dem Zuordnen von Aufwendungen zu den Erträgen, die sie miterzeugen, in derselben Rechnungsperiode. Das Prinzip ist wesentlich, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Ergebnis zu erzielen und irreführende Resultate zu vermeiden, bei denen Aufwendungen und Erträge in unterschiedlichen Perioden verbucht werden.

AspektMatching-PrinzipKassenprinzip
ErfassungszeitpunktWenn Aufwand und zugehöriger Ertrag entstehenWenn die Zahlung erfolgt
ErgebnisgenauigkeitLiefert ein den Verhältnissen entsprechendes BildKann zu Schwankungen basierend auf Zahlungszeitpunkt führen
KomplexitätHöher (erfordert Beurteilung des Zusammenhangs)Niedriger (einfache Erfassung bei Zahlung)
Vorgeschrieben fürGrosse und mittlere Unternehmen, gemäss ORKleinere Unternehmen, gemäss OR

Rechtliche und normative Grundlage

Das Matching-Prinzip ist im Schweizer Obligationenrecht (OR Art. 957 ff.) verankert und spiegelt sich in den Swiss GAAP FER wider, wie in Swiss GAAP FER — Grundsätze und Methoden beschrieben. Das Prinzip ist auch ein wichtiger Bestandteil des Periodenabgrenzungsprinzips .

Zweck und Vorteile

Die Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen bietet mehrere wichtige Vorteile:

  • Korrekte Ergebnismessung — Das Unternehmen erhält ein genaueres Bild der Rentabilität.
  • Vergleichbarkeit — Berichte aus verschiedenen Perioden können ohne Verzerrung verglichen werden.
  • Bessere Entscheidungsgrundlage — Die Geschäftsleitung kann fundiertere Entscheidungen treffen.
  • Einhaltung des Regelwerks — Erfüllung der Anforderungen des OR und der Swiss GAAP FER.

Praktische Anwendung

In der Praxis bedeutet das Matching-Prinzip, dass beurteilt wird, welche Aufwendungen direkt mit einem Ertrag zusammenhängen, und dass diese in derselben Periode verbucht werden. Beispiele:

BeispielErtragAufwand
ProduktionsverkaufVerkaufserlösMaterialeinkauf
ProjektlieferungFakturierter ProjekterlösStundenkosten der Berater
AbonnementsdiensteAbonnementsgebührAnteil der Marketingkosten

Zuordnung von Aufwand und Ertrag

Verhältnis zu anderen Grundsätzen

Das Matching-Prinzip hängt eng zusammen mit:

Zusammenfassung

Das Matching-Prinzip ist grundlegend, um sicherzustellen, dass die Buchhaltung ein korrektes und vergleichbares Bild der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens liefert. Durch die Zuordnung von Aufwendungen zu den zugehörigen Erträgen in derselben Periode werden sowohl gesetzliche Anforderungen als auch die Grundsätze ordnungsmässiger Buchführung eingehalten.