Verrechnungskonto — Leitfaden zu Intercompany-Clearing und Abstimmung

Die Verrechnungskonto (auch Intercompany-Konto) ist eine Clearingkonto, die zur Erfassung und Abstimmung interner Konzerntransaktionen zwischen Gesellschaften desselben Konzerns verwendet wird. Durch die Zusammenfassung aller gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten in einem gemeinsamen Konto bietet die Verrechnungskonto einen Überblick über die offenen Positionen, die ausgeglichen oder über Rechnungsperioden verteilt werden müssen.

Verrechnungskonto in der Buchführung

Was ist eine Verrechnungskonto?

Eine Verrechnungskonto dient als zentraler Abrechnungspunkt für alle internen Bilanzpositionen zwischen Konzerngesellschaften. Das Konto wird genutzt, um sowohl kurzfristige Forderungen als auch kurzfristige Verbindlichkeiten zu erfassen, die bei internen Transaktionen entstehen, bevor die endgültige Abstimmung und Verteilung erfolgt.

Wann wird eine Verrechnungskonto eingesetzt?

Die Verrechnungskonto ist in verschiedenen Szenarien nützlich:

  • Bei internen Übertragungen von Waren oder Dienstleistungen zwischen Konzerngesellschaften
  • Bei der Periodenabgrenzung konzerninterne Darlehensbewegungen
  • Bei der Abrechnung von Konzernbeiträgen über Rechnungsperioden
  • Bei der Konsolidierung interner Salden beim Jahresabschluss

Siehe auch Konto 1560 — Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften und Konto 2260 — Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften als konkrete Beispiele im Kontenrahmen KMU.

Verbuchung der Verrechnungskonto

TransaktionSollHaben
Interne Rechnungsstellung von KonzerngesellschaftKonto 1560 — Forderungen ggü. KonzerngesellschaftenKonto 2260 — Verbindlichkeiten ggü. Konzerngesellschaften
Ausgleich offener Positionen durch ZahlungKonto 2260 — Verbindlichkeiten ggü. KonzerngesellschaftenKonto 1020 — Bankguthaben
Umbuchung auf Transitorisches Konto bei AbgrenzungKonto 1300 — Transitorische AktivenKonto 1560/2260 (Forderungen/Verbindlichkeiten)

Best Practices und Hinweise

  • Stellen Sie die Dokumentation interner Transaktionen gemäss den internen Kontrollvorschriften sicher.
  • Dokumentieren Sie die Verrechnungspreise gemäss dem Drittvergleichsgrundsatz (Arm’s-Length-Prinzip).
  • Stimmen Sie den Saldo der Verrechnungskonto regelmässig ab, um grosse offene Positionen zu vermeiden.
  • Konsolidieren Sie interne Forderungen und Verbindlichkeiten beim Jahresabschluss, um korrekte Konzernabschlüsse sicherzustellen.

Die Verrechnungskonto ist ein wichtiges Instrument, um Übersicht zu gewährleisten und eine korrekte Abstimmung konzerninterne Transaktionen sicherzustellen, was zu korrekten Buchführungsberichten und einer einfacheren Konsolidierung beiträgt.

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