Steuerliche Abschreibungskategorien (Merkblatt A)
Die steuerlichen Abschreibungskategorien gemäss dem ESTV-Merkblatt A 1995 bestimmen die maximal zulässigen steuerlichen Abschreibungssätze für verschiedene Vermögenswerte. Indem Vermögenswerte mit ähnlicher wirtschaftlicher Nutzungsdauer und ähnlichem Verwendungszweck in dieselben Kategorien eingeteilt werden, wird eine einfache und effiziente Handhabung der degressiven und linearen Abschreibung sichergestellt.
Für mehr zur degressiven Abschreibung siehe Was ist degressive Abschreibung? .
Was sind steuerliche Abschreibungskategorien?
Eine Abschreibungskategorie umfasst:
- Vermögenswerte mit gleicher Funktion und erwarteter Nutzungsdauer
- Maximal zulässige Abschreibungssätze gemäss ESTV-Merkblatt A
- Möglichkeit der linearen oder degressiven Abschreibungsmethode
Gängige Abschreibungssätze (Merkblatt A)
| Vermögenskategorie | Linearer Satz | Degressiver Satz | Beispiele |
|---|---|---|---|
| Büromaschinen und EDV | 25 % | 40 % | Computer, Server, Drucker |
| Mobiliar und Einrichtungen | 12,5 % | 25 % | Büromöbel, Regale |
| Maschinen und Apparate | 12,5 % | 25 % | Produktionsmaschinen |
| Motorfahrzeuge | 20 % | 40 % | Personenwagen, Lieferwagen |
| Immaterielle Werte | 20 % | 40 % | Patente, Lizenzen, Goodwill |
Die Sätze gelten als Maximalansätze. Die tatsächliche steuerliche Anerkennung kann kantonal abweichen.
Warum Abschreibungskategorien verwenden?
Zusammengefasst tragen Abschreibungskategorien bei zu:
- Effizienter steuerlicher Abschreibung durch Gruppierung von Vermögenswerten
- Einfacherer Berichterstattung der Abschreibungskosten
- Konsistenz in der Buchführung über ähnliche Vermögensarten hinweg
Praktisches Beispiel
Ein Unternehmen kauft eine Maschine für CHF 1'000'000, die in die Kategorie «Maschinen und Apparate» fällt (degressiv 25 %). Die Abschreibung im ersten Jahr beträgt:
| Jahr | Buchwert Beginn | Abschreibung (25 %) | Buchwert Ende |
|---|---|---|---|
| 1 | CHF 1'000'000 | CHF 250'000 | CHF 750'000 |
So klassifizieren Sie Vermögenswerte richtig
- Funktion und Nutzungsdauer des Vermögenswerts identifizieren.
- Mit den Kategorien im ESTV-Merkblatt A abgleichen.
- Den Vermögenswert auf dem korrekten Konto im Kontenrahmen KMU verbuchen.
- Das Anlageverzeichnis bei Neuanschaffungen oder Veräusserungen aktualisieren.
Siehe auch Was sind Sachanlagen? .