Die Saldosteuersatzmethode ist eine vereinfachte Form der MWST-Abrechnung in der Schweiz. Statt Umsatzsteuer und Vorsteuer getrennt zu berechnen, wird ein pauschaler Satz auf den Bruttoumsatz angewendet. Die ESTV legt diesen Satz je nach Branche fest.

Wer darf die Methode nutzen?

Die Saldosteuersatzmethode steht Unternehmen offen, die zwei Bedingungen erfuellen:

  • der steuerbare Jahresumsatz liegt unter CHF 5'005'000
  • die jaehrliche Steuerschuld uebersteigt nicht CHF 103'000

Der Antrag wird bei der ESTV gestellt. Wer zugelassen wird, bleibt mindestens ein Jahr bei dieser Methode.

Saldosteuersatz vs. effektive Methode

MerkmalSaldosteuersatzEffektive Methode
Vorsteuerabzugnein, im Pauschalsatz enthaltenja, einzeln nachgewiesen
Abrechnungsaufwandgeringerhoeher
Vorteil bei hohen Einkaufskosteneher nachteiligeher vorteilhaft
Vorteil bei tiefen Materialkostenoft guenstigerneutral
Branchensatzvon ESTV vorgegebennicht relevant

Fuer Dienstleistungsunternehmen mit wenig Materialaufwand kann der Saldosteuersatz die bessere Wahl sein. Fuer Handelsunternehmen mit hohem Wareneinsatz lohnt sich dagegen oft die effektive Methode.

So funktioniert die Abrechnung

  1. Bruttoumsatz der Periode ermitteln.
  2. Den von der ESTV zugewiesenen Saldosteuersatz anwenden.
  3. Das Ergebnis ist die geschuldete MWST, ohne separaten Vorsteuerabzug.

Die Abrechnung erfolgt halbjaehrlich. Wer die Methode nutzt, muss auf Rechnungen den normalen MWST-Satz ausweisen, nicht den Saldosteuersatz.

Weitere Details zur laufenden Abstimmung findest du im Ratgeber zur MWST-Abrechnung fuer KMU . Auch saubere MWST-Codes in der Buchhaltung bleiben bei der Saldosteuersatzmethode wichtig, damit die Zuordnung konsistent bleibt.

Kurz gesagt

Der Saldosteuersatz spart Aufwand bei der MWST-Abrechnung und eignet sich besonders fuer kleinere Unternehmen mit ueberschaubarem Einkaufsvolumen. Ob sich die Methode lohnt, haengt von Branche, Umsatzstruktur und Materialkosten ab.