MWST-Abrechnung fuer KMU
Fuer KMU ist die MWST-Abrechnung deutlich ruhiger, wenn die Vorbereitung schon vor der Frist gemacht wird. Das eigentliche Problem ist selten die Uebermittlung an die ESTV, sondern spaet entdeckte Fehler in Buchungen, Belegen oder der MWST-Zuordnung.
Was zuerst geprueft werden sollte
- alle Ausgangsrechnungen der Periode sind verbucht
- Eingangsrechnungen und Belege sind erfasst
- Bank und Kasse sind abgestimmt
- MWST und Vorsteuer liegen auf den richtigen Konten
- ungewoehnliche Faelle sind vorab geklaert
Wo die haeufigsten Fehler entstehen
| Bereich | Typischer Fehler |
|---|---|
| Verkauf | Rechnungen fehlen oder landen in der falschen Periode |
| Einkauf | MWST wird mit Nettoaufwand vermischt |
| Sonderfaelle | abweichende Sachverhalte werden wie Standardfaelle verbucht |
| Belege | Nachweise fehlen, wenn ein Betrag erklaert werden muss |
Die Routine hinter der Abrechnung
Saubere MWST-Konten im Kontenrahmen machen die Kontrolle deutlich schneller. Gleiches gilt fuer einen festen Monatsabschluss fuer KMU , damit die Periode bereits geprueft ist, bevor abgerechnet wird.
Wenn derselbe manuelle Aufwand jedes Mal wiederkommt, ist das oft ein Zeichen dafuer, dass Buchhaltung automatisieren echten Nutzen bringen kann.
Hilfreich ist auch, wenn Rechnungen von Anfang an sauber aufgebaut sind. Die Pflichtangaben auf einer Rechnung machen die Kontrolle der MWST deutlich ruhiger.
Eine kurze Checkliste vor der Abrechnung
- Vergleiche die MWST-Konten mit Umsaetzen und Eingangsrechnungen.
- Pruefe hohe und ungewoehnliche Bewegungen gesondert.
- Stelle sicher, dass die Periode in der Buchhaltung geschlossen ist.
- Halte Belege und Erklaerungen griffbereit.
Kurz gesagt
Die MWST-Abrechnung sollte kein Rettungslauf sein. Wenn Buchhaltung und Kontrolle laufend stimmen, wird die Abrechnung zu einer letzten Plausibilitaetspruefung.